Weiblichkeit* im Weltkrieg 

Fotografie , 2018

Es herrscht Krieg.

Bewaffnete Männer* und Tote und Expolsionen und zu Hause die Frau*, unsichtbar und zur Verantwortung gezwungen.

Die Produktion von Menstruationstassen musste wegen des Gummimangels eingestellt werden, Tampons wurden zur neuen Monatshygiene und bleiben, trotz Nachteilen, bis heute verbreitet. 

Die Weiblichkeit* verändert sich fern vom Blick der Männer*. Aus Mutter* wird Lehrerin*, Bauarbeiterin*, Schaffnerin*, Glaserin*. Aus Frau* wird Männlichkeit*, selbstständig, statt abhängig. Viel Macht hatte sie* trotzdem nicht, die europäische Frau* im zweiten Weltkrieg. Alle Mittel wurden in den Krieg gesteckt, Gummi in Waffen, Nylon in Fallschirme, Nahrung an die Front und wenig für die Frau* daheim im stillen Kampf.

Leider ist die Geschichtsschreibung noch sehr binär.

Dieser Text reproduziert das. Der Stern soll kllar machen, dass Geschlecht konstruiert ist.

Strümpfe verschwanden aus den Kaufhäusern, die Frauen* wurden erfinderisch und malten sie sich mit Farbe auf.

„Das Wort von der Frauenemanzipation ist ein nur vom jüdischen Intellekt erfundenes Wort, und der Inhalt ist von demselben Geist geprägt.“ - Adolf Hitler

 

Während die Frauen* an der Heimfront schufteten, um sich selbst, die Kinder und Häuser auf Trab zu halten, wurde ihre Stärke vom Nationalsozialismus vertuscht und ihre Emanzipation verteufelt.

 

Als die Männer* heimkehrten, wurden sie als Helden gefeiert. Doch für die Frauen* war dies nicht nur eine Erleichterung. Sie sollten nun wieder lieb, schön und abhängig sein. Auf Knopfdruck zurück in die alte Rolle, aus der sie zu Beginn des Krieges gezwungen wurden. 

Im Krieg wurden mindestens 2 Millionen Frauen* und Kinder misshandelt, dies zum Beispiel in der Zwangsprostitution in Lager- und Armeebordellen, oder in sexuellen Übergriffen und Massenvergewaltigeungen von Frauen* gegnerischerer Staaten. 

Die Position der Frau* im Krieg wird bis heute als weniger wichtig und stark gesehen, dabei musste auch sie* ihre Identität im Ausnahmezustand neu finden.